Pädagogisches Konzept


„Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen. Sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen“

(Maria Montessori)


Meine Tageskinder sollen selbstständige und eigenverantwortliche Menschen werden, mit großem Selbstwert und Selbstvertrauen. Hierfür biete ich den Kindern einen sicheren und vertrauensvollen Rahmen, der geprägt ist von respektvollem und achtsamen Umgang mit- und untereinander. Ich lege großen Wert auf eine individuelle, bedürfnis- und bindungsorientierte Betreuung in einem familiennahen Umfeld.
Die Kinder dürfen sich ausprobieren, Dinge testen und experimentieren. Es stehen zahlreiche Spielzeuge, Kletter- und Turnmöglichkeiten, unsere Innenräume und der Garten zur Verfügung. Dabei ist mir wichtig, dass die Kinder keiner ständigen Reizüberflutung durch Massen an Spielzeugen ausgesetzt sind, sondern sie die Möglichkeit haben sich auf etwas zu konzentrieren und Alltagsgegenstände zu entfremden.


„Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich.

Ich kann und will es alleine tun.

(Maria Montessori)


Große Spielzeuge und -geräte stehen dauerhaft zur Verfügung, ebenso Bücher. 
Alle weiteren Spielzeuge werden regelmäßig getauscht. Zudem stehen den Kindern viele Alltagsgegenstände wie Kisten, Kartons, Tücher und Küchenutensilien zur Verfügung. 
Wir sind viel draußen in unserem Garten oder gehen spazieren, Ausnahmen sind Sturm und starker Regen. Den Jahreszeiten entsprechend werden mit den Kindern gemeinsam Obst- und Gemüsesorten angepflanzt, gepflegt und geerntet. 
Fest mit in die Kindertagespflege ist unser Hund Balu integriert. Die Kinder lernen von Beginn an einen respektvollen Umgang mit Hunden und werden langsam an die Gegenwart von Balu gewöhnt. Grundsätzlich ist kein Kind unbeaufsichtigt mit dem Hund alleine. Sollte ich also mal nicht die Möglichkeit haben Kinder und Hund in meinem direkten Blickfeld zu haben, so geht der Hund so lange in den Garten bzw. ins Haus, wenn wir uns im Garten aufhalten. 


Spaß an Bewegung und Kreativität

Freies Spiel, Bewegung und Kreativität nehmen den größten Teil in unserem Tagesablauf ein. Die Kinder lernen durch Bewegung ihren Körper besser kennen und trainieren dabei alle Sinne. Meine Räume sind so ausgestattet, dass es genügend Platz zum Toben gibt. Natürlich gehen wir auch vor die Tür und erkunden die Umgebung. Auf dem Spielplatz, im Wald oder im Garten können die Kinder noch ganz andere Sachen ausprobieren und ihre Erfahrungen erweitern. Ich spiele dabei gerne mit und stehe bei neuen Herausforderungen den Kindern helfend zur Seite.

Das Besondere kann jederzeit entdeckt werden: in der Natur finden sich überall Sachen, mit denen man spielen und basteln kann. Mit viel Freude untersuchen wir unsere Umgebung und probieren z.B., womit man Musik machen kann, was sich zum Basten eignet oder spielen einfach im Sandkasten. Für mich ist es immer wieder faszinierend, mit welchem Eifer und welcher Hingabe die Kinder neue Sachen für sich entdecken.

Auch Musik und Singen kommt in meiner Kindertagespflege nicht zu kurz. Durch zusammen gesungene Lieder erweitern und vertiefen die Kinder ihren Wortschatz und lernen schnell, kleine Lieder selbstständig mitzusingen. 

Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes

Die Phase der Eingewöhnung ist sowohl für das Kind, als auch für die Eltern von großer Bedeutung – beide müssen Vertrauen zu mir aufbauen. Die Eingewöhnungsphase ist sehr individuell gestaltet: die Kinder reagieren unterschiedlich auf Veränderungen und manche Kinder benötigen mehr Zeit, um sich auf eine neue Umgebung und eine neue Bezugsperson einzustellen. Durch meine Erfahrungen weiß ich, wie man diesen Prozess optimal begleitet und jedem Kind die Möglichkeit gibt, sein eigenes Tempo anzuwenden. Auch für mich ist diese Phase immer wieder spannend und ich freue mich darauf, ein neues Kind kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung entstehen zu lassen.

Je nach Kind dauert die Eingewöhnung zwischen zwei und vier Wochen. Sollte es einmal länger dauern, ist das auch in Ordnung – das Kind und die Eltern bestimmen das Tempo. Am Anfang der Eingewöhnung besucht das Kind zusammen mit einem Elternteil unsere Kindertagespflege und sie verbringen gemeinsam jeweils eine Stunde pro Tag hier, wobei sie die neuen Räume, die anderen Kinder und den Tagesablauf kennenlernen.

Im nächsten Schritt, der auch schon nach ein paar Tagen erfolgen kann, verlässt das Elternteil unsere Kindertagespflege für eine Weile – bleibt aber natürlich in der Nähe. Die Dauer der Abwesenheit des Elternteils steigern wir je nach Fortschritt der Eingewöhnung. Ich beobachte Ihr Kind in dieser Zeit sehr aufmerksam und wir besprechen dann die Erfahrungen, die Ihr Kind in Ihrer Abwesenheit gemacht hat. Die Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn sich Ihr Kind wohl bei uns fühlt und auch Sie ein gutes Gefühl dabei haben, es den Tag über durch mich betreuen zu lassen.

Die Eltern sind ein wichtiger Teil der Erziehungspartnerschaft

Eine gute und offene Zusammenarbeit zwischen Eltern und mir ist für das Kind und seine Entwicklung sehr wichtig. Durch die kleine Gruppengröße haben wir in jeder Bring- und Holsituation ein bisschen Zeit über den Tag und die Erlebnisse zu sprechen. Für intensiveren Austausch haben wir auch Elternabende oder Sie sprechen mich einfach an und wir suchen nach einem gemeinsamen Termin.

Besprechen werden wir fortlaufend organisatorische Aspekte, Entwicklungsschritte und spezifische Fragen zum Kind in der Gruppe. Sie als Eltern können mich auch zu pädagogischen Sachen fragen – ich teile mein Wissen und meine Erfahrungen gerne mit Ihnen. Ich weiß, dass auch die Eltern immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen und dass es dabei vielfältige Fragen gibt.

Die Entwicklung des Kindes wird dokumentiert

Die Kindertagespflege setzt eine pädagogische und gesellschaftliche Aufgabe um. Die stetige Dokumentation der Entwicklung des Kindes ist für seine spezifische Förderung wichtig. Die einzelnen Schritte der Entwicklung werden in unterschiedlichen Formaten festgehalten und gesammelt, dazu zählen: Sprachlerntagebücher, Erinnerungsordner, Fotos und natürlich auch die Sachen, die die Kinder gemalt und gebastelt haben.

Die spezifische Entwicklung Ihres Kindes ist somit nachvollziehbar und viele wichtige Schritte, auf dem langen Weg des Heranwachsens, werden festgehalten. Die Qualität meiner Arbeit in der Kindertagespflege lässt sich durch die Entwicklungsdokumentation messen. Es entsteht Vertrauen und es macht meine Tätigkeit transparent und nachvollziehbar.